Geschichte und Berichte

2009

Septembergespräch in Schloss Bauer

 Septembergespraech

Das XVII. Septembergespräch fand statt am 5.IX.2009 in Schloss Bauer des Dorfes Bauer-Wehrland im „Lassaner Winkel“ am Peenestrom in Nord-Ostvorpommern. Das Thema war: „Nutzungen von Herrenhäusern und Gutsanlagen“, angeregt durch ein Thesenpapier des Neubrandenburger Ingenieurs E. Büttner aus dem Jahre 1958. (Verwendungsmöglichkeiten ehemaliger Herrenhäuser. In: Mitteilungen an die ehrenamtlichen Vertrauensleute des Institutes für Denkmalpflege Schwerin. Nr. 2, 2.Quartal 1958, S.2-3) Schon damals machte man sich offensichtlich Gedanken, an sich heute durchaus anknüpfen lässt. Der Architekt Klaus Berge, der das in der DDR-Zeit ziemlich verbaute Schloss Bauer in den neunziger Jahren erworben hatte und seitdem schrittweise und geduldig renoviert, bot den über 60 Teilnehmern eine Führung durch das Haus und erläuterte die Erhaltungsmaßnahmen.

Führung

Äußerlich ist das Haus schon vorbildlich in seine ursprüngliche Gestalt zurückverwandelt worden, im Innern wird gerade die Treppenanlage nach dem historischen Befund wieder hergestellt. Nach einem Einführungsvortrag von Prof. Kerbs gab es dann eine ausführliche Diskussion, anschließend Kurzberichte über verschiedene Gutsanlagen in Ostvorpommern. Die gastgebende Familie Berger bewirtete uns mit einem Mittagsimbiss, Kaffee und Kuchen. Später konnte noch die in Renovierung befindliche Dorfkirche von Bauer mit der eindrucksvollen, bemalten Holzdecke besichtigt werden. Die Familie Berge engagiert sich nachhaltig für beides: das Schloss mit Allee und Park und für die kleine Feldstein-Kirche in ihrer wunderbaren landschaftlichen Lage und befördert so einen kulturellen Fokus im „Lassaner Winkel“, dem äußersten Nordosten von Mecklenburg-Vorpommern.

Ludwig-Wegener-Preis

Der IV. Ludwig-Wegener-Preis wurde verliehen an den  Denkmalhof Pentzin in 18211 Retschow, Rita und Holger Pentzin, für den Aufbau und die Führung des Denkmalhofes Pentzin und seiner Sammlungen aus eigener Kraft seit über 25 Jahren. Auf einer Feierstunde am 18.September 2009  begrüßte der Bürgermeister Dr. Klaus Schoppmeyer die über 50 Gäste  im Gutshaus von Retschow. Prof. Dr. Diethart Kerbs sprach zum Gedenken an Pastor Ludwig Wegener und zum zehnjährigen Bestehen des Vereins Kultur-Landschaft. Prof. Dr. Wolfgang Riedel (Universität Rostock) hielt die Laudatio auf die Preisträger und ihre 2008/2009 verstorbenen Eltern, die den Denkmalhof 1983 gegründet hatten. Die Geschäftsführerin Sophie Schleußner überreichte dann den Ludwig-Wegener-Preis, d.h. die Urkunde und den Scheck über 3000,- Euro.  Anschließend lud die Gemeinde Retschow im Saal des Gutshauses zu einem Empfang. Dann konnten die zum Teil von weit her angereisten Gäste unter der Führung von Rita Pentzin die Dorfkirche von Retschow mit dem bemerkenswerten Altar besichtigen und an einer Führung durch den Denkmalhof teilnehmen, wo es dann am Nachmittag Kaffee und selbstgebackenen Kuchen gab.

 Wegenerpreis

Rita und Holger Pentzin, die Preisträger des Ludwig-Wegener-Preises vor dem Denkmalhof in Retschow. Holger Pentzin züchtet Mecklenburger Kaltblüter, eine besonders tüchtige Pferderasse.
 
Der Denkmalhof Retschow ist das einzigartige Beispiel eines Bauerngehöfts, das aus eigenem Antrieb von den Eigentümern in ein öffentlich zugängliches Museum umgewandelt wurde, aber gleichwohl noch immer bewohnt  und bewirtschaftet wird. Schon in der DDR, wo derartige Privatinitiativen eigentlich nicht vorgesehen waren, hatte die Familie Pentzin ihren Hof in Zusammenarbeit mit dem Bauernhausforscher Dr. Karl Baumgarten 1983 zum Museum erklärt und geöffnet. Die Familie Pentzin hat jedoch für ihren langjährigen persönlichen Einsatz und für ihre uneigennützige Arbeit  in Dienste der Bewahrung bäuerlicher Kultur kaum jemals öffentliche Anerkennung gefunden, weder von gesamtstaatlicher Seite noch von der Regierung des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Umso notwendiger war es, dass ihr Engagement nun endlich einmal  von einer bürgerschaftlichen Vereinigung gewürdigt wurde. 

 

 
2008

Im Frühjahr 2008 wurde das dritte Heft  unserer Zeitschrift "hierzulande" vorgelegt, das nun auch hier unter "Veröffentlichungen" nachzulesen ist. Auf der Mitgliederversammlung in Lansen am 9.VIII.2008 wurde der amtierende Vorstand (1. Vors. Diethart Kerbs, 2. Vors. Marit Uhlig, Geschäftsführerin Sophie Schleußner) im Amt bestätigt.

Septembergespräch auf dem Gutshof Neuensund

Das XVI. Septembergespräch zum Thema "Das Gut und sein Park" fand am 6. IX. 2008 in Neuensund bei Strasburg statt. Dabei handelt es sich um ein fast vollständig erhaltenes Gutsdorf mit Herrenhaus, Gutsanlage und mit einem von Peter Joseph Lenné für die Familie von Arnim gestalteten Landschaftspark. Der Vorsitzende des örtlichen Vereins "Dörpkap Mumpelsiet", Herr Detlef Hübschmann,  begrüßte uns in den Vereinsräumen der ehemaligen Gutsscheune, zeigte uns die Wirtschaftsgebäude und die Dorfkirche. Auch das leer stehende Herrenhaus, dessen Renovierung unterbrochen wurde, konnte besichtigt werden. Die Gebäude des Gutes stehen heute überwiegend leer. Die Stadt Strasburg, zu der Neuensund  jetzt als eingemeindeter Ortsteil gehört, hat die Gebäude zwar äußerlich gesichert, aber dann nichts weiter daran getan.

Der kleine, aktive Bürgerverein des Dorfes verfügt über keine  Mittel für größere Baumaßnahmen. Wie so viele leer stehende Gutsanlagen in Mecklenburg-Vorpommern, so wartet auch Neuensund auf eine Initiative oder eine Gruppe von Menschen, die es sich zur Aufgabe machen könnte, den Hof neu zu beleben.  Höhepunkt des Treffens, zu dem diesmal auch Gäste aus Vorpommern angereist waren, war der Vortrag von Frau Dipl.Ing Antje Solmsdorf, die als Gartenamtsleiterin von Potsdam eine ausgewiesene Kennerin von Leben und Werk Peter Joseph Lennés ist, mit der anschließenden Führung durch den Park. Wenn man von Dorf aus in den weitläufigen Gutshof kommt, ahnt man nicht, was für eine interessante und vielgestaltige Landschaft sich hinter dem Herrenhaus entfaltet. Der Park macht einen gepflegten Eindruck, was bei dieser abgelegenen Lage nicht zu erwarten war.

Kontakte

Wie schon in den vergangenen Jahren, wurde die Zusammenarbeit mit der Interessengemeinschaft Bauernhaus e.V. (unter anderem auf der Denkmalmesse in Leipzig) und  mit der von uns 2004 mitgegründeten Stiftung Kulturerbe im ländlichen Raum Mecklenburg-Vorpommern  (SKMV) fortgesetzt.

 
2007

Septembergespräch auf dem Hof Ulenkrug

Das XV. Septembergespräch fand zum Thema "Lebensgemeinschaften auf dem Lande" am 1.IX. 2007 von 11.00 bis 17.00 Uhr auf dem Hof Ulenkrug bei Stubbendorf/Dargun statt. Nach einer Einleitung von Diethart Kerbs über "Siedlungsbewegung. Landkommunen und ländliche Lebensgemeinschaften in Deutschland - ein Rückblick über mehr als 100 Jahre selbstbestimmten Lebens auf dem Lande"  berichteten Herma Ebinger und Jürgen Holzapfel über den Hof Ulenkrug, seine Geschichte seit 1990 und seinen Zusammenhang mit der Europäischen Kooperative "Longo Mai".

Nach einer wunderbaren französischen Suppe - echt bio, wie auf dem Ulenkrug nicht anders zu erwarten - im Kreise der Hofgemeinschaft führte Herma Ebinger durch das Anwesen, seine Häuser und Baustellen, Gärten, Viehweiden und Felder. Gegenwärtig leben hier rund  zwanzig Menschen unterschiedlichen Alters mit einer Herde Pinzgauer Rinder, diversen Ziegen, Schafen, Hühnern und Gänsen zusammen, ernähren sich von dem, was sie selbst produzieren oder mit befreundeten Landkommen und Biohöfen tauschen.

Am Nachmittag wurden die Gespräche und Diskussionen fortgesetzt. Wir bekamen einen guten Einblick in die Möglichkeiten und Schwierigkeiten, Vorzüge und Probleme einer ländlichen Selbstversorgergemeinschaft, die als einzelner kleiner Betrieb mitten in Mecklenburg wohl nur durch überregionale und internationale Vernetzung überleben kann. Es war eine eindrucksvolle Begegnung mit einer Welt und einer Lebensweise, von der
viele von uns bis dahin kaum etwas wussten. Wir verließen den Hof Ulenkrug als Sympathisanten.

Dritte Preisverleihung

Der Ludwig-Wegener-Preis 2007 wurde am 29.IX. 2007  um 11.00 Uhr im historischen Festsaal der Kreisverwaltung Bad Doberan an das Ehepaar Angelika und Jürgen Reich verliehen, die in Bartenshagen einen Altenteilerhof vorbildlich renoviert, ergänzt und mit einem wiederhergestellten Bauerngarten zu einem  stimmigen, harmonischen  Ensemble gestaltet haben. Einen Sonderpreis in Höhe von 1000 Euro erhielt Herr Günter Ball  für seine jahrzehntelangen Bemühungen um den Schutz der Stadtmauer von Neubrandenburg und der darauf lebenden besonderen Pflanzengesellschaften.

Beide Preisträger, das Ehepaar Reich und der 84-jährige Günter Ball haben durch ihre Aktivitäten in beispielhafter Weise den Intentionen des Preises entsprochen, der im Sinnen seines Namensgebers Ludwig Wegener gerade für das Zusammenwirken von Naturschutz und Denkmalpflege verliehen werden soll. Die Feier, an der auch der Landrat des Kreises Bad Doberan, Herr Thomas Leuchert, und der Leiter des Landesamtes für Kultur und Denkmalpflege, Herr Dr. Michael Bednorz und Frau, teilnahmen, wurde von einem Akkordeonquartett der Kreismusikschule Bad Doberan musikalisch umrahmt. Im Anschluss an die Feier luden die Preisträger zu einem festlichen Imbiss auf ihren Hof nach Bartenshagen. Die Presse berichtete ausführlich.

 
2006

Septembergespräch In Schmarsow

Am 2. IX.2006 fand das Septembergespräch In Schmarsow  (südöstlich von Demmin) statt.

Das Barockschloß Schmarsow, das lange leer gestanden hatte, war vor einigen Jahren von Frau  Dipl. Ing. Andrea Ruiken und Herrn Dr.Falk Fabich erworben worden. Bei der Besichtigung des erstaunlich gut erhaltenen Gebäudes  konnten die Besucher sich von den Renovierungsfortschritten überzeugen. Dr. Robert Kreibig berichtete über einen der fortschrittlichsten Menschen, den dieser Landstrich im 19.Jahrhundert hervorgebracht hat : Carl Rodbertus-Jagetzow. Im  Gespräch, an dem auch der zuständige Pastor teilnahm, wurde die Idee entwickelt, die verwahrloste Grabstätte des Denkers und Demokraten auf dem Friedhof von Jagetzow wiederherzustellen, was mit relativ wenig Geld und ein paar freiwilligen Arbeitsstunden wohl zu machen wäre. Herr Dipl. Ing . Ralf Schönberg berichtete über die "Abrißstadt Demmin" und zeigte dazu seine diesbezüglichen Fotodokumente.

Nach dem Imbiß, zu dem Frau Ruiken eingeladen hatte, folgte die Besichtigung von Schloß und Pfarrhaus, dann ein Bericht von Frau Dr.Caren Dreyer über die Erinnerungen der Dorfbewohner an die Zeit 1945-50. Dieser Beitrag wurde ebenso lebhaft  diskutiert wie die Problematik der bei Siedenbüssow geplanten riesigen Schweinemastanlage. Die industrielle Schweinefleischproduktion (wie sie von niederländischen Unternehmern bereits in Medow/Vorpommern realisiert und in Haßleben/Uckermark geplant ist) trifft in der Region auf heftigen Widerstand. Um den Preis der  Schaffung von einigen wenigen Arbeitsplätzen (von denen noch nicht einmal klar ist, ob die dann an Einheimische vergeben werden) wird  ein Vielfaches an Arbeitsplätzen im Tourismus dieser Region bedroht. Denn wer wird noch in dieser Region wandern und wohnen, sich erholen und die Natur genießen wollen, wenn dort die Gülle kilometerweit in der Landschaft ausgebreitet wird und buchstäblich zum Himmel stinkt ? Besorgniserregend (mit einem Blick auf das Verhältnis von Bürokratie und Demokratie) ist auch, daß der Eindruck entstanden ist, die politischen Instanzen des Landes seien bereits  vorab auf Willfährigkeit gegenüber den Investoren eingestimmt worden.

Das Thema hat die besten Chancen zum Dauerbrenner zu avancieren. Wer sich dafür interessiert, dem sei das Heft 133 der Zeitschrift "Ästhetik und Kommunikation" vom Sommer 2006 (ISSN341-7212) und die Internet-Seite  www.kontraindustrieschwein.de   empfohlen. Wir werden uns wohl weiter damit beschäftigen müssen.

 
2005

Zweite Preisverleihung

Der zweite Ludwig-Wegener-Preis mußte leider ohne Pastor Wegener, der im Oktober 2004 plötzlich verstorben war, verliehen werden. Der Preis wurde am 28.VIII.2005 im Theatersaal der Büdnerei zu Lehsten von seiner Witwe, Frau Margarete Wegener überreicht ; er wurde vergeben an die Hofgemeinschaft Hermannshagen für die Rettung und Revitalisierung der Gutsanlage Hermannshagen und an Herrn Matthias Abraham (Faulenrost) für seinen persönlichen Einsatz in der Pflege des Naturschutzgebietes „Östliches Peenetal“ zwischen Pinnow und Demzin.

Das zweite Heft unserer Zeitschrift „hierzulande“ ist dem Andenken von Ludwig Wegener gewidmet.

Septembergespräch in Parchim

Das Septembergespräch am 3.September 2005 fand zum ersten Mal in einer Stadt statt, und zwar im Alten Speicher in Parchim, es war dem Thema „Kulturerbe Altstadt“ gewidmet. Es sprachen Dirk Zaske (Parchim), Thomas Wenzel (Goldberg) und Prof Dr.Diethart Kerbs (Lansen & Berlin). Ein ausführlicher Rundgang durch die Altstadt von Parchim schloß sich an.

 
2004

Septembergespräch in Below.

Auf Einladung von Herrn Dr.Norbert Wagner fand das diesjährige Septembergespräch am 4.IX, 2004 in Below (Below-Grabow bei Wredenhagen) statt. Die Schriftstellerin Regina Scheer (Berlin) sprach über den Todesmarsch und das Lager im Belower Wald 1945, Dieter Mombour (Hohen-Wangelin) über Glashütten in Mecklenburg und Wilhelm Dröscher über innovative Ansätze in der Landwirtschaft.

 
2003

Die erste Preisverleihung.

Am 3.VIII.2003 wurde im Theatersaal der Büdnerei zu Lehsten der Ludwig-Wegener-Preis zum ersten Mal verliehen. Eine hochrangig besetzte Jury hatte unter mehreren Vorschlägen zwei Preisträger ermittelt und das Preisgeld in Höhe von 3000,- geteilt. Pastor Wegener überreichte die Preise an das Ehepaar Möne und Olaf Spillner für ihren unermüdlichen Einsatzes zur Revitalisierung des Gutsdorfes und früheren Heilbades Hohenbüssow und an den Künstler Claus Müller (Schloen) für seinen hartnäckigen Kampf gegen die Planung eines Schießplatzes im Landschaftsschutzgebiet am Torgelower See zwischen Schloen und Deven.

Erster Runder Tisch der Denkmalschutz-Initiativen

Das diesjährige Septembergespräch fand zugleich als ein erstes Treffen der Denkmalschutz-Initiativen des Landes Mecklenburg- Vorpommern im Herrenhaus zu Heinrichsruh am 6.IX.2003 statt. Die Ergebnisse der Tagung und die Selbstdarstellungen der beteiligten Vereine sind im Heft 1 der Vereinszeitschrift „hierzulande“ (Lansen 2004) veröffentlicht.

 
2002

Septembergespräch in Lansen.

Der Debatte zur „fortschleichenden Entvölkerung“ mußten wir uns irgendwann auch einmal stellen. Das Septembergespräch am 7.IX.2002 in Lansen hatte also das Thema : „Landschaften der Zukunft - In Zukunft nur noch Landschaft ?“ Es sprachen dazu Wolfgang Kil (Berlin) und Prof.Dr. Diethart Kerbs (Berlin & Lansen).

 
2001

Geburtstagsfeier für Pastor Ludwig Wegener .

Unter starker Beteiligung des Vereins wurde am 20.Juli 2001 der siebzigste Geburtstag unseres ältesten Mitglieds , Pastor Ludwig Wegener aus Groß Varchow, im Theatersaal der Büdnerei zu Lehsten gefeiert. Gleichzeitig wurde der von uns konzipierte Ludwig- Wegener-Preis aus der Taufe gehoben. Es sprachen Jürgen Seidel, der Landrat des Müritzkreises, Günther Rhein, der Bürgermeister der Kreisstadt Waren und Diethart Kerbs, der Vereinsvorsitzende. Es waren über 100 Freunde und Gäste gekommen.

Septembergespräch in Groß-Lunow.

Groß-Lunow ist eine der ältesten und schönsten Gutsanlagen des Landkreises Güstrow, leider seit vielen Jahren im fortschreitenden Verfall. Folgerichtig war das Septembergespräch am 1. IX. 2001, das in dem noch betretbaren Teil des historischen Gutshauses stattfand, dem Thema „Mit Ruinen leben. Ruinentoleranz, Ruinenerhaltung, Ruinenpflege“ gewidmet. Es sprachen dazu : Prof. Dr. Bruno Benthien (Greifswald), Gerhard Poller (Denkmalamt Güstrow) und Prof.Dr.Diethart Kerbs (Berlin & Lansen).

 
2000

Septembergespräch in Alt-Kentzlin.

Die im Gutshaus Lansen schon länger gepflegte Tradition der „Septembergespräche“ wurde ab 2000 vom Verein übernommen und weitergeführt. Das Septembergespräch 2000 fand (dem genius loci entsprechend) zum Thema „Poetische Orte“ im leerstehenden Gutshaus zu Alt- Kentzlin statt, das gerade erst durch Besitzerwechsel auf den Weg der Erhaltung und Wiederbelebung gebracht worden war. Das Septembergespräch am 9.IX.2000 war die erste öffentliche Veranstaltung in dem Haus, das erst kurz zuvor vom Schutt der Leerstandsjahre gesäubert worden war. Es referierten : Prof.Dr.Roland Günter (Oberhausen-Eisenheim), Dipl.Ing.Renate de Veer (Stralendorf) und Prof.Dr.Diethart Kerbs (Berlin & Lansen).

 
1999/2000

"Aktion Wintersicherung".

In Zusammenarbeit mit der "Arbeitsgemeinschaft Erhaltung und Nutzung der Gutsanlagen in Mecklenburg-Vorpommern" und der "Deutschen Stiftung Denkmalschutz" wurden im Winter 1999/2000 sieben historische Gutshäuser im Landkreis Demmin und im Müritzkreis mit Hilfe örtlicher Handwerker gegen Witterung und Vandalismus gesichert. Die Mittel dafür waren in Höhe von 15.000,- DM von der "Deutschen Stiftung Denkmalschutz" zur Verfügung gestellt worden, Planung und Koordination wurden ehrenamtlich geleistet.

 
1999

Der Impuls zur Gründung

kam aus der Empörung über den Abriß der vollständig erhaltenen Gutsanlage Kittendorf (zwölf unversehrte Gebäude, einschließlich des Gutshauses aus dem 18.Jahrhundert) durch die Treuhand-Nachfolgefirma BVVG, zum Zwecke der Bodenspekulation im Sommer/Herbst 1999. Mit dem „Kittendorfer Appell“ wandten sich einige spätere Gründungsmitglieder des Vereins an den Ministerpräsidenten Harald Ringstorff, freilich vergeblich. Der Verein wurde dann am 3.XII. 1999 von 13 Gründungsmitgliedern in Lansen gegründet.